SPÜREN  Durch AtemVerbindung erfahren

Breathwork ist eine kraftvolle Atempraxis und aktive Meditationstechnik. Gleichzeitig ist es eine heilsame Arbeit um das Nervensystem zu regulieren. Mit dem verbundenen Atem begibt man sich auf eine besondere Reise zu sich selbst. Er eröffnet auf einfache Weise Zugang zum Körperbewusstsein und Unterbewusstsein. Die darin gespeicherten Informationen können dadurch ins Bewusstsein gelangen. Breathwork wird deshalb als kraftvolles Tool für Veränderungs- und Integrationsprozesse genutzt.

Der verbundene Atem bezeichnet das Atmen durch den Mund, ohne Pause zwischen dem Ein- und Ausatmen mit Einbezug aller Atemräume. Die Körperchemie verändert sich und es werden andere Hirnareale als beim normalen Atmen aktiviert.

Auf der mentalen Ebene schenkt es die Möglichkeit das Gedankenkarussell zu unterbrechen und Stress abzubauen. Es können sich Blockaden und Spannungsmuster in einem zeigen, die schon seit längerem herumgetragen werden. Unterdrückte, im Körpergedächtnis gespeicherte Erinnerungen oder Emotionen und seelische Verletzungen, auch bekannt als Traumata, dürfen in einem sicheren Rahmen an die Oberfläche kommen. In der Trauma sensitiven Begleitung können sie anschliessend integriert werden. Genauso ist es möglich, eine bewusstseinserweiternde Erfahrung zu erleben, sowie in eine tiefe Entspannung und Ruhe zu finden. Es kann die Verbundenheit zu sich selbst fördern, zu mehr Ausgeglichenheit führen und dabei unterstützen, bei sich selbst anzukommen. Breathwork bietet eine magische Möglichkeit mit seinen Emotionen, seinem Körpergefühl und seinem ganzen Sein in liebevollen Kontakt zu treten. Erlebe ein einzigartiges Rendezvous von Körper, Geist und Seele.

Auf der körperlichen Ebene können sich durch die Veränderung des Sauerstoff- und Kohlendioxidverhältnisses Körperempfindungen wie Zittern, Kribbeln, Schütteln, Schwindel, Kälte, Hitze, intensive Entspannung oder Verspannungen, Schmerzen oder auch Krämpfe, sogenannte Tetany, zeigen. Dies ist völlig ungefährlich und lässt sich darauf zurückführen, dass der Körper sich im Normalfall bei solch starker und intensiver Atmung gleichzeitig bewegt bzw. in starker körperlicher Aktivität ist, während er beim Breathwork in der passiv liegenden Körperposition ist. Solche aufkommenden körperliche Empfindungen können durch leichte Bewegungen, Krafteinwirkung und sanfteres Atmen reguliert werden.

Trauma sensitiv heisst, dass man während der Atemreise achtsam durch sichere Co-Regulation und das in Verbindung treten, in Form von Präsenz, Worten und gezielten Berührungen begleitet wird. Dabei fliessen Wissen und Techniken von TSBW-Touch und Bodynamic ein. Durch die bewusste Ansteuerung des eigenen Atems, die würdevolle Begleitung in diesem Moment, können die verschiedenen Anteile der Emotionen oder Traumata reguliert und integriert werden. Dies hat nachhaltig positive Auswirkungen auf das alltägliche Leben.

Bei der verbundenen Atmung finden wir im Trauma sensitiven Breathwork eine Balance zwischen Aktivierung, Regulation und Integration. Das heisst, es werden Wellen des Atmens kreiert, die in Form von passender Musik begleitet sind. Längere Phasen in welchen der Atem tiefer und intensiver ist, wechseln sich mit kürzeren Phasen der Integration, in welcher der Atem wieder sanfter und regulierter werden darf. Dabei bestimmt man in jeder Phase die Intensität des Atems selbst. Es geht dabei um die Balance zwischen Aktivierung und Entspannung.

Jede Atemreise ist einzigartig und individuell. Es darf darauf vertraut werden, dass sich immer nur das zeigt, wofür man zu diesem Zeitpunkt bereit ist. Es wird ein sicherer Raum gestaltet in dem sich jeder willkommen und wohl fühlen darf und man sich in seiner Privatsphäre gegenseitig achtet.

Zu den Kursdaten

Breathwork im Gruppensetting ist nicht geeignet bei den folgenden Kontraindikationen und Beschwerden. Bei Unsicherheiten kann jederzeit vorgängig mit mir Rücksprache gehalten werden.

Körperliche Faktoren:
Schwangerschaft · Epilepsie · starkes Asthma · Herzprobleme · Herz-Kreislauferkrankungen · Gefäss-Erkrankungen ·Diabetes · kürzliche grössere körperliche Verletzungen oder Operationen · Osteoporose · Netzhautablösung · Glaukom ·Schlaganfälle · Krampfanfälle · vergangenes Aneurysma (auch bei Neigung in der Familie) · Einnahme von starken Medikamenten · alle anderen Erkrankungen bei denen man keine intensiven körperlichen oder emotionalen Aktivitäten ausüben darf

Mentale Faktoren -kürzlich oder in der Vergangenheit:
Bewusste Traumata (u.a. Missbrauch, Gewalt etc.) · erlebte Schocksituationen · starke Angst- und Panikattacken ·Psychose · Paranoia · Schizophrenie · Bipolarität · starkes PTBS

 

Breathwork im Einzelsetting bietet sich besonders an, wenn Kontraindikationen gegeben sind oder man sich in der individuellen Begleitung wohler fühlt. Ebenfalls ist es die ideale Form, wenn man ganz bestimmte Themen verändern möchte.

Zu den Kontaktinformationen & Terminvereinbarung